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schnuffel hat keine zeit

heute ist ein scheißtag! definitiv!

eigentlich muss ich lernen! und eigentlich habe ich auch richtig gut lernt! und dann kam die krise: ich hatte ganz plötzlich das gefühl alleine zu sein! naja, und wie immer in solchen moment kam das gefühl auf, unbedingt etwas leckeres, fettiges in mich hineinzustecken! ja, und natürlich wandte ich mich an meinen liebsten, in der Hoffnung das gefühl in mir würde sich lindern! aber er hatte wohl nicht wirklich lust sich mir meine bekemmungen anzuhören! und jetzt? jetzt bin ich sauer - auf ihn und auf mich!

 

hoffentlich wird es morgen besser

21.1.07 17:45


 

 

Zum Tode von Michael T.

 

Er wählte diesen Weg

 

Ich habe dich geliebt und ich weine um dich

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ich kann  das alles nicht verstehen, es fällt schwer zu begreifen, warum er diesen Weg ging. – Warum nur?
Manchmal ist die Kraft zu ende – manchmal ist der Schmerz zu groß – der Schock zu tief – manchmal fehlen nicht nur die Worte – manchmal fehlen auch die Tränen, die ihre heilende Wirkung auf den unendlichen Schmerz fallen lassen – ihn von dir nehmen und einfach helfen, die Freude am Leben zurückzugewinnen.
Es scheint mir unbegreiflich, wie es so sein kann. Unendlich schwer einen Weg zu finden, der lehrt, damit zu leben.
Am Ende sind wir doch alle allein, wir können nicht verstehen, wie dies geschehen konnte, wie kann ein Mensch einen solchen Weg für sich wählen – furchtbar einfach – einfach so?
Vielleicht hat er verstanden, dass er allein ist – vielleicht sind wir es alle – vielleicht trauen sich nur die wenigsten, sich einzugestehen, dass sie, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind, alleine sind. Die Konsequenz aus diesem Geständnis ist der Weg den Michael wählte. Sicher, man hat Freunde, Familie, Verantwortung gegenüber den Lieben und gegenüber sich selbst. Verpflichtungen, sind es sie, die uns am Leben halten?!. Die Verantwortung ein ordentliches Leben zu führen, nicht aufzufallen, die Normen und Werte dieser kranken Gesellschaft für sich zu verinnerlichen, die Verpflichtung niemanden zu enttäuschen, niemanden!!! – nicht seine Familie, nicht seine Freunde. Wobei gerade sie es doch sein sollten, die keine Erwartungen an einen stellen sollten oder dürften. Daraus ergebe sich dann die Frage, ob Freunde erwarten dürfen, dass man sein Leben nach ihren Vorstellungen zu führen hat – also: Darf man erwarten, dass er sich nicht das Leben nimmt?
Eigentlich ja, denn Selbstmord ist gesellschaftlich tabu, aber eigentlich auch nein – es war sein freier Wille, welche Gründe, so nichtig sie auch scheinen mögen, dazu letztlich führten, sind unerheblich.
Man kann nicht verstehen, nicht nachvollziehbar ist dieser Schritt, die Frage nach dem Warum nur, immer wieder schreit sie lautlos durch mein Inneres. Sie macht es so schwer, damit umzugehen, sie wird immer da sein, immer schmerzen, und doch lässt sie uns nicht lernen. Immer wieder geschieht das scheinbar unfassbare, in unregelmäßigen Abständen werden wir durch das Ende eines Lebens geschockt, und immer wieder diese Frage – warum – wie konnte dies geschehen? – wir finden keine Antwort, egal wie oft man uns üben lässt, damit umgehen zu lernen, niemals, und immer wieder der Versuch, ein lähmender Versuch, in Zukunft empfänglicher zu sein, empfänglicher für die Hoffnungslosigkeit und den Schmerz anderer.
Und doch wird es wieder passieren – wieder werden wir geschockt, fragend, gelähmt und unendlich traurig an einem Grab stehen.
Letztlich ist es nicht der eigentliche Schmerz über die nicht zu schließende Lücke, es ist das Unverständnis über die Motive, über die Unverantwortlichkeit, über die Mutlosigkeit, die ihn trieb. Es erscheint feige, einfach zu gehen – nicht zu kämpfen um das eigene Leben, um das verlorene Glück – einfach feige zu gehen – alles hinter sich zu lassen – ohne Gedanken an die lieben Hinterbliebenen.
Letztendlich sind wir alle Alleine – die einen finden einen Weg, damit zu leben – andere finden ihn nicht – und hinterlassen tiefen Schmerz. Unbeschreibbar ist dieser Schmerz, aber hat er ein Recht, so unbeschreibbar zu sein? Nein – es war sein Wille, er wollte es so, er hat sein Ende selbst gewählt – aus liebe zu einem Menschen, müssen wir dies akzeptieren, ohne unsere eigenen Verantwortlichkeiten zu verurteilen, einfach akzeptieren, respektieren, dass er nicht mehr wollte.
Es ist schwer – aber am Ende ist es der einzige (gesunde) Weg, damit einen friedvollen Umgang zu finden.
 
Susi
 
(geschrieben am 23. April 2002)

 

21.1.07 18:09


Dies soll der Versuch sein, einen  Sinn in mein Leben zurückzubringen, es ist ein Versuch, der aus der Totalen Verzweifelung, der inneren Rastlosigkeit und der Suche nach dem Ende als letzte Bastion der Hoffnung entstanden ist und vielleicht hilft es Schlechtes besser zu machen und Besseres zum Höhepunkt zu treiben. Es ist der Versuch, den auf einem kurzen Weg scheinbar für immer verlorenen Sinn meines Lebens wiederzufinden. Ja, wiederfinden, oder doch neuentdecken? Oder wie jetzt? Gibt es einen Sinn, ist er da und ich weiß es nur nicht, vielleicht ist ja gerade die Suche nach dem Sinn mein Sinn?, vielleicht, ist es aber auch sinnvoll ein Sinnloses Leben zu führen, oder ist es vielleicht erstrebenswert einen Sinn vorzutäuschen, bis man die Suche nach dem Sinn erfolgreich beendet hat, oder man Tod ist. Zugegeben, mit der Frage nach dem Sinn haben sich schon viele, kluge und weniger kluge Denker das Leben versaut, aber vielleicht war es ja ihr Sinn, und wo ist er nun, mein Sinn. Ist es mein Sinn, ein Leben zu führen, wie alle es gerne wollen, und wollen wirklich alle das ich dieses Leben führe, oder nehme ich mich in meiner unendlich erscheinenden Selbstverliebtheit mal wieder viel zu ernst, und ist es also den "anderen" egal, ob ich ein Leben in ihrem Sinne führe. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht, so ganz genau, darf ich diese Frage wohl nicht beantworten. Oder?

Ja, aber war der Sinn nun schon da – ist er vielleicht nur grad im Urlaub oder schwächelt er blöd in der Gegend herum? Der Sinn meines Lebens ist es ein guter Mensch zu sein, Ja, ich habe ihn ausgemacht. TOLL, ich habe das gefunden, wonach alle suchen, Ja, ich bin echt die supertollste Susi auf der ganzen Welt. Muss ich mich jetzt wirklich fragen lassen, was ein guter Mensch ist, oder was er so den ganzen Tag macht. Klar muss ich das, sonst wäre dieser Text jetzt schon beendet und dann wäre er doch irgendwie wieder sinnlos – oder?
21.1.07 18:12


Hallo

 

Nun, bei mir ging es in dieser Zeit, wie du meiner Mail entnehmen kannst, im wahrsten Sinne des Wortes, drunter und drüber.

Ich sitze gerade an meinem kleinen Heim – PC und schreibe dir diesen Brief, den ich dir spätestens morgen per E – Mail übersenden möchte.

 

Leider konnte ich dich nicht, wie eigentlich geplant vor deiner Abreise aus HRO noch mal sehen, aber bei mir lief irgendwie ganz plötzlich alles aus dem Ruder.

 

Ich habe dir mit Sicherheit schon erzählt, dass ich durch meine Zweite Geschichtsprüfung durchgefallen bin und das mir damit die Zwangsexmatrikulation drohte.

 

Ja du hörst richtig – mir drohte der Rausschmiss.

 

Kurz entschlossen und ziemlich niedergeschlagen, habe ich mich dann dazu durchgerungen mein Nebenfach Geschichte aufzugeben und Erziehungswissenschaften anzugehen.

 

Verhältnismäßig glücklich über diese Entscheidung ging ich also voller Hoffnung am nur 3 Tage nach meinem kläglich Versagen  in der Prüfung zum Studentensekretariat, das mir dann in ihrer außerordentlich liebenswürdigen Art offenbarte, dass ich nicht mehr zu Erziehungswissenschaften wechseln könne, da Erziehungswissenschaften an der Universität Rostock nicht mehr als Magister Nebenfach angeboten wird und ich solle mir doch bitte eine Einstufung vom Studienfachberater Herrn F. fürs 3. Fachsemester holen, dann könne das alles seinen sozialistischen Gang gehen.

 

Das tat es dann auch – aber dazu komme ich später noch einmal!!!!!!!!!!!!!

 

Susi Sorgenvoll also hoffnungsarm auf dem Weg zu Herrn F., dieser äußerst freundlich (wirklich sehr nett) gab mir nach einer kurzen Erklärung meinerseits über die Dringlichkeit  des Schreibens seine (oder besser meine) Einstufung fürs 3. Fachsemester und Susi Sorglos stiefelte wieder zum Studentensekretariat – wo eine äußerst angenervte Persönlichkeit mir mein Umschreibeantrag und mein Einstufungsbescheid abnahm und meinte ich solle in 4 Wochen wiederkommen und mir mein Leporello abholen.

 

Da alles geschah Mitte Juli.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Faul  wie ich bin ging ich natürlich erst letzte Woche zum Studi. – Sigi. Um mir mein Leporello abzuholen – dort offenbarte mir dann eine äußerst gereizte Dame, das noch nichts im Computer verzeichnet sei, und mein Antrag wohl noch nicht bearbeitet worden ist – ich erklärte ihr dann in meiner liebenswürdigen und netten Art, dass ich den Antrag bereits im Juli abgegeben hätte.

 

Sie meinte daraufhin, dass sie erst die Kollegin finden müsse und ich mich bitte am Freitag nochmals bei ihr melden sollte.  (Es war übrigens Mittwoch)

 

Total am Ende meiner Kräfte, die Trümmer meines Lebens am Boden liegen sehend, ging ich nach Hause, wo ich zunächst einmal weinend zusammenbrach und meine liebe Kirstin (Mitbewohnerin und eine meiner liebsten Freunde) mich nach bestem Wissen aufzubauen versuchte, aber ich erklärte ihr bereits damals das sich nicht alles einfach so klären würde, weil es einfach zu einfach wäre.

 

Eine andere liebe Freundin (Steffi) nahm mich am nächsten Tag an die Hand und ging nocheinmal mit mir  ins Studi. – Sigi. Woraufhin mir die gleiche unfreundliche Sachbearbeiterin in einem schroffen Ton mitteilte, dass ja heute gar nicht Freitag sei, sondern Donnerstag und ich sie doch bitte am frühen Abend (gegen 16 Uhr) telefonisch kontaktieren solle.

 

Nun ich ging, nervlich noch immer leicht angeschlagen zu Kolla um ihre Hausarbeiten zu lesen – Ablenkung pur – sozusagen.

 

Gegen 15 Uhr meinte Kolla dann, mich zu einem Gespräch mit meiner Sachbearbeiterin zu nötigen, die mir dann in einem äußerst schüchternen Tonfall erklärte, wie leid es ihr doch täte, aber sie hätte meinen Antrag nicht gefunden, verbunden mit der Frage, ob ich denn schon einen Antrag beim Magisterprüfungsausschuss gestellt hätte.

Hatte ich natürlich nicht, weil mir auch nicht wirklich jemand gesagt hat, das ich einen solchen Antrag stellen müsse. Ich, also dumm wie Weizenbrot, und am Boden zerstört, nervlich total am Ende, versuchte am diesem Donnerstag, auf anraten von Frau L., Herrn W. ans Telefon zu bekommen. Ich weiß nicht, ob du es weißt, aber Herr W. ist der Magisterprüfungsausschussvorsitzende. Ich bekam ihn natürlich erst endlose Stunden später an die Strippe und er erklärte mir in einem sehr unfreundlichem und ungeduldigen Ton, das alles, was bisher gelaufen sei, illegal ist und es schließlich und endlich Gesetze gebe, an die er sich zu halten habe. Nach zirka einer halben Stunde und mehreren Weinkrämpfen meinerseits meinte er schließlich, er werde sich erkundigen, was man (oder  er) da machen könne.  Nun ja, es begann in diesem Augenblick eine lange Zeit des Wartens und es kann echt grausam sein, wenn du so lange warten musst (immerhin bis Dienstag).

Susi Sorgenvoll ging also erst mal am Freitag nochmals zum Studentensekretariat und besorgte sich einen Umschreibeantrag, um dann sofort bei Herrn F. vorzusprechen und eine neue Einstufung fürs 3. Fachsemester Erziehungswissenschaften zu beschaffen. (Natürlich alles auf ausdrückliche Anweisung von Herrn W.). Herr F. freute sich ein Loch in den Bauch, dass die Damen vom Studentensekretariat Anträge verschlampen, und stellte mir ohne zu Zucken eine neue Einstufung aus.

Alsdann kam auch schon besagter Dienstag, völlig verängstigt, der drohenden Gefahr schüchtern ins Auge blickend, saß ich bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Termin vor W.s Büro. Er kam natürlich pünktlich und war äußerst freundlich und zuvorkommend und meinte, halt dich jetzt bitte gut fest!!!

Ich stelle einen begründeten Einzelfall da und bin daher eine Ausnahme an der Universität Rostock, da ein Gesetz besagt, dass zwischen den einzelnen Fächern nur noch maximal 2 Fachsemester liegen dürfen.!!!!!

 

Total begeistert, mein Glück nicht fassend, lief ich, nein besser ich flog, zum Studentensekretariat um dort, bei Frau L.  persönlich, meinen Antrag abzugeben, mit der Frage auf den Lippen, ob denn dieser auch wieder verschwinden würde. Natürlich nicht, lautete ihre Antwort und gestern erhielt ich dann endlich mein neues Leporello, auf dem schriftlich verankert ist, dass ich Erziehungswissenschaften im 3. Fachsemester studiere. Ich, stolz wie Oskar, zeige es natürlich jedem, der mich in den letzten Wochen erleben musste.

 

Ja, dass war sie, die große Geschichte, auf die wohl jeder gerne verzichten möchte, die aber meine nervliche Verfassung völlig auf den Kopf stellte und ich eigentlich vor mir selbst nicht sicher war.

Es ist wirklich war, ich habe schon seit Jahren nicht mehr an so etwas wie Selbstmord gedacht, aber es sind eben diese Gedanken gewesen, die brandaktuell und immer präsent waren. Ich sage bewusst, „waren“, weil ich auch sagen muß, dass ich aus der Geschichte gelernt habe, dass man den Kopf nicht vorschnell in den Sand stecken soll und dass es immer einen neuen Morgen gibt.

            Von daher kann man wohl allem etwas gutes abgewinnen.

 
Bis bald, machs’ gut und ich denk an dich
21.1.07 18:25





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